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"Whistleblowing" im Job – darf der Arbeitnehmer den Chef anzeigen?

September 4, 2017

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Entschleunigung als effektive Strategie gegen Stress?

Die Techniker Krankenkasse hat 2016 wieder eine Studie zum Thema Stress durchgeführt. Danach fühlen sich über 60 % der Bürger gestresst, davon 23 % häufig und 38 % gelegentlich.

 

Geht man etwas tiefer, so stellt man fest, dass der Stresspegel der Befragten, die für ihren Job immer erreichbar sein müssen, am höchsten ist. Von diesen Befragten geben an 36 % häufig und 40 % manchmal gestresst zu sein. Das sind immerhin drei Viertel dieser Personengruppe. Und 61 % aller Befragten äußern sich dahingehend, dass ihr Leben in den letzten drei Jahren stressbelasteter geworden ist.

 

Es ist heute allgemein bekannt, dass Stress auf Dauer extrem gesundheitsgefährdend ist. Allein das Gefühl gestresst zu sein, führt zu negativen Auswirkungen des allgemeinen Gesundheitszustands.

 

Wie kann dem entgegengehalten werden?

 

Als effektives Mittel gegen Stress wird „Entschleunigung“ angepriesen. Doch wie kann der tägliche Arbeitsablauf in der Praxis entschleunigt werden? Der Schlüssel zum Erfolg liegt in dessen Effizienz, die sich auch auf die Arbeitspausen erstreckt. Hierbei drängt sich allerdings die Frage auf, ob die effiziente Nutzung von Arbeitspausen nicht im Widerspruch zum beabsichtigten Erholungseffekt steht. Betrachtet man die tägliche Arbeits- und Pausenpraxis in vielen Unternehmen, wird man feststellen, dass Arbeitspausen – wie sie häufig genutzt werden – nicht zur gewünschten Erholung führen.

 

Arbeitspausen sind kaum noch Pausen im Sinne von Entspannung und Erholung.

 

In vielen Unternehmen werden Entspannungspausen auf Versorgungspausen reduziert. Der Weg zur Kantine ist weit und es muss lange angestanden werden. Die Zeit wird knapp, das Essen wird herunter geschlungen. Selbstverständlich wird am Mittagstisch über die Arbeit gesprochen. Das Mittagessen wird zum Arbeitsessen. Der sich eventuell anschließende Kaffee ist nicht mehr Genuss, sondern mutiert zum Energy-Drink.

 

Viele Mitarbeiter und Führungskräfte sind heute in festen Terminketten eingekeilt. Pausen werden oft dazu genutzt, Berge von E-Mails zu lesen, schreiben oder zu beantworten oder kurze wichtige Abstimmungen durchzuführen.

 

Führungskräfte können ihrer eigentlichen Aufgabe des Führens nicht mehr nachkommen und Mitarbeiter können sich nicht auf eine konkrete Aufgabe fokussieren bzw. konzentrieren. Alles ist immer wichtig und von besonderer Dringlichkeit.

 

Das Problem mit dem Multitasking.

 

Nach den heutigen Erkenntnissen der Neurowissenschaft ist der Mensch nicht multitaskingfähig.

 

Das Abschalten des Leistungsdrucks für zwischendurch ist jedoch notwendig, um eine Erholung in den Pausen zu gewährleisten und neue Energie tanken zu können. Nur auf diesem Weg kann die Effizienz gesteigert werden. Machen wir uns bewusst, Entschleunigung führt möglicherweise zur Verlangsamung, schafft aber im eigentlichen Sinne keine neue Zeit, über die wir dann frei verfügen können.

 

Was wir brauchen ist Entspannung.

 

Entweder durch ein kleines „Nickerchen“, Meditation, Durchatmen, Tagträumen oder Ähnliches. Nur auf diesem Weg kann unser Gehirn und Körper sich erholen und im Anschluss effizient weiterarbeiten. Denn nach Pausen steigt die Leistungsfähigkeit deutlich an. Auch das ist wissenschaftlich bewiesen.

 

Es klingt einfach und es ist einfach. Machen wir uns das immer wieder bewusst!

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